Mittwoch, 17. September 2014

Englisch lernen...

So, warum ich (auch) hier bin: um Englisch zu lernen. Meine Schulzeit ist jetzt 9 Jahre her und seitdem kam ich eigentlich nicht so richtig dazu mein Englisch anzuwenden. Mich ärgert das, denn ich weiß, es ist mein eigenes Versäumnis, aber irgendwie bestand aktuell auch nicht so der Bedarf besser Englisch zu sprechen. Jetzt ist es einfach der Wunsch, neben meiner Muttersprache, noch eine weitere Sprache halbwegs brauchbar anzuwenden. Darum bin ich hier…

Der erste Schultag, der eigentlich noch kein richtiger war. Eine Menschenmenge junger Erwachsener war pünktlich um acht gekommen, um dreierlei Tests (Sprechen, Schreiben, Grammatik) als Verfahren zur Einstufung für den am kommenden Tag beginnenden Unterricht zu durchlaufen. Die am häufigsten anzutreffenden SchülerInnen kommen aus Japan, Korea, Brasilien, Kolumbien und Mexiko. Deutsche sind recht wenige hier – das ist mir ganz recht. Die Eröffnungsveranstaltung erinnerte mich ein wenig an einen Kindergarten – okay, vielleicht sind komische Spiele als Überbrückung von Wartezeiten einfach nicht mein Ding… Eine extra für soziale Aktivitäten aufgestelltes Team stellte ILAC (International Language Academy of Canada) vor und bot gleichzeitig diverse Unternehmungen an. Danach wurden wir im Rahmen eines kleinen Stadtrundgangs (die Schule befindet sich in Downtown) mit den vier Räumlichkeiten vertraut gemacht. 

Am nächsten Morgen erfuhren wir unsere Klasse, kauften unser Lehrbuch (eine Schande bei den hohen Unterrichtskosten) und versammelten uns im Klassenraum. Dieser ist Reih an Glied mit dem nächsten, drei Reihen mit je sechs Personen passen gerade so rein, sodass ein Gang von ca. 1,5m inkl. Tafel bleibt. Offenbar ist die Lage zu exklusiv, um großzügigere Unterbringung zu gewährleisten… Mit 18 Personen ist der Kurs auch voll. Unserem Lehrer, Drew, gelingt es trotzdem gut, uns alle einzubeziehen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Nahezu alle Aufgaben werden in Form von Partner- und Gruppenarbeiten gelöst. Dabei wird Wert auf einen Mix aus Übungen zum Sprechen, Hören, Lesen, Schreiben und Grammatik gelegt. Täglich gibt es Hausaufgaben. Der Unterricht geht von 8:45 Uhr bis 14 Uhr, wobei dienstags und donnerstags von 12:30 bis 14 Uhr Wahlkurse stattfinden: Bei mir ist es Hören und Sprechen. Der Unterricht macht in der Regel viel Spaß. Die multikulturelle Vielfalt sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. 
 


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