Sonntag, 12. Oktober 2014
Meine erste Woche im Praktikum
Meine neue Herausforderung heißt: Praktikum. Ich arbeite mit
und für Footprints Recruiting, einer Agentur, die für ausländische (Hoch-)Schulen englischsprachige LehrerInnen rekrutiert. Den nächsten Monat
werde ich nun wochentags an einem Ort verbringen, der meinem Wunscharbeitsplatz
sehr, sehr nahe kommt. Zunächst die An-/Abfahrt: Je 9 Kilometer hin und zurück
sind ideal, um die Form nicht ganz zu verlieren. Von großem Vorteil: Es gibt
die Möglichkeit zu duschen, was angesichts der eintretenden Regenschauer
wirklich praktisch ist. Das Viertel, Gastown, ist quasi die Altstadt. Hier geht
es gemütlich(er) zu, an netten Kneipen, Cafes und Souvenirsshops mangelt es
hier nicht. Das Büro liegt direkt am Meer und vom Multifunktionszimmer (zwei
Arbeitsplätze, Küche und Ess-/Versammlungsraum hat man einen wunderbaren Blick
auf das Meer und North Vancouver. Die Küche ist nicht nur eine Pseudo-Küche,
wie an einigen anderen Orten, sondern diese wird auch tatsächlich genutzt. Die
Mittagspause ist eine Stunde – also genug Zeit, um zu kochen, aber auch, um eine
Runde Tischsoccer zu spielen. Aktuell arbeiten hier 9 Personen+ 2
Praktikantinnen. Ich habe einen angenehmen Arbeitsplatz innerhalb eines Büros,
das ich mir mit 7 Frauen und einem Mann teile. Zunächst ist das etwas befremdlich,
aber man gewöhnt sich schnell daran. Der Vorteil für mich ist, dass ich anderen
beim Sprechen zuhören und daher lernen kann, der Nachteil, dass ich mich kontrolliert
fühle. Gerade bei meinen ersten Anrufen war ich super nervös… Also bin ich
schon bei meinen Aufgaben. Ich bin im Department, das sich mit dem asiatischen
Raum beschäftigt. Meine Aufgabe ist es zunächst Bewerbungen für ein Programm in
Korea nach bestimmten Voraussetzungen zu screenen und – je nach Ergebnis – das weitere
Vorgehen einzuleiten. Dann versuche ich die BewerberInnen telefonisch zu
erreichen und mit ihnen ein Telefon-Interview zu vereinbaren. Das Interview
selbst führt eine Kollegin durch. Meine erste größere Aufgabe reiht sich in das
Projekt Client Development ein. Online überprüfe ich hunderte Einrichtungen (Hochschulen, High Schools,
Kindergarten) aus aller Welt und versuche Kontaktdaten aufzunehmen, um
potenziell neue Auftraggeber ausfindig zu machen und in einem weiteren Schritt zu
gewinnen. Daneben wird hart an einer Verbesserung der Google-Performance
gearbeitet, um leichter für Interessierte verfügbar zu sein. Dazu wurde die
Website schon umfangreichen Veränderungen unterzogen. Meine Aufgabe besteht darin,
insbesondere kanadische/US amerikanische Hochschulen anzuschreiben und sie
davon zu überzeugen einen Link auf ihre Website zu setzen. Mal sehen, ob das
gelingt. Dafür, dass ich bisher nicht auf die Idee gekommen wäre, im Bereich
Recruiting tätig zu sein, gefällt es mir ziemlich gut, was vermutlich auch an
der netten Arbeitsatmosphäre liegt.
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